Alle Beiträge von BrigitteTemper-Samhaber

Publikation – Braustadt Weitra – privilegiert seit 700 Jahren

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte BeschreibungPünktlich zum Jubiläum als älteste privilegierte Braustadt Österreichs präsentiert Weitra das Buch „Braustadt Weitra – privilegiert seit 700 Jahren.“

Im Jahr 1321 stattete der Habsburgische Herzog Friedrich I (der Schöne) die Stadt Weitra und seine Bürger  – die erbern und bescheiden leut die purger von Weitra – mit weitreichenden Privilegien und Braurechten aus. Ob ihm damals schon bewusst gewesen war, wie lange seine in der Urkunde verbrieften Worte wohl wirken würden?

Ein Autorenteam mit den beiden Stadthistorikern Dr. Wolfgang Katzenschlager und Univ. Prof. Dr. Herbert Knittler haben die lange und spannende Braugeschichte dieser Stadt erforscht und es ist ihnen gelungen, zum Geburtstag ein ebenso profundes wie unterhaltsames Lese- und Bilderbuch vorzulegen. Zum Teil bisher unveröffentlichten Dokumente und Fotos illustrieren 700 Jahre Braugeschichte und die Entwicklung einer mittelalterlichen Braustadt.

Wolfgang Katzenschlager erklärt den Text und Bedeutung dieser – auch optisch – beeindruckenden Urkunde, die seit 700 Jahren in Weitra sorgfältig aufbewahrt wird. Weiters beschreibt er die Braugeschichte jedes einzelnen Hauses.

Herbert Knittler zeichnet die Entwicklung vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert nach und taucht tief in die Quellen ein, verwendet Steuerlisten, Korrespondenzen und Zunftbücher. So kann er Produktionsmengen, Preise und die rechtliche Entwicklung der Braubürger in Weitra minutiös nachzeichnen. Auch den langen Kampf von Weitra und Zwettl um die Vorherrschaft als wichtigste Braustadt im Waldviertel. Und die vielen Auseinandersetzungen zwischen Bürgern und Herrschaft von Weitra um das Braurecht. Der Historiker Franz Pötscher, hat diese Texte überarbeitet und auch für nichtwissenschaftliches Publikum gut zugänglich gemacht.

Brigitte Temper-Samhaber, die das Projekt im Auftrag der Stadtgemeinde Weitra koordinierte und weitgehend für die Auswahl des Bildmaterials verantwortlich zeichnet, liefert Beiträge über die für Weitra prägende Braufamilie Pöpperl und geht unter dem Titel „Frauen brauen“ der Frage nach, welche Rolle Frauen in der Bierproduktion spielten.

Überleitungen von Thomas Samhaber verbinden die einzelnen Kapitel. Seine Beiträge zur jüngeren Geschichte der Braustadt führen die Texte in die Gegenwart. Das Buch endet also mit einem Anfang: die Neueröffnung der Brauerei in Weitra, die vom Inhaber der Privatbrauerei Zwettl grundlegend modernisiert wurde, und dafür sorgen wird, dass auch in Zukunft in der ältesten Braustadt Österreichs die Sudkessel nicht kalt werden.  

Das Werk ist im Verlag Bibliothek der Provinz in Weitra erschienen und zum Preis von 22 € im Buchhandel und bei allen Betrieben in Weitra erhältlich.

Milena Jesenská und Franz Kafka – Ein Lesebuch

Franz Kafka – Milena Jesenská

Eine Begegnung schreibt Welt-Literatur-Geschichte.

Am Wochenende vom 14. zum 15. August 1920 trafen einander Franz Kafka und Milena Jesenská an der tschechisch-österreichischen Grenze in Gmünd. Sie, die tschechische Journalistin und Übersetzerin aus Wien und er, der deutschsprachige Versicherungsangestellte und Schriftsteller aus Prag kommend. Treffpunkt war der mächtige Bahnhof der Stadt Gmünd, der seit wenigen Tagen in Umsetzung der Friedensverträge an die junge Tschechoslowakei gekommen war, – die Situation war für beide in mehrfacher Hinsicht „kompliciert“.

Dieses schicksalhafte Treffen der beiden Liebenden in Gmünd fand seinen Niederschlag in den „Briefen an Milena“ und damit Eingang in die Weltliteratur.

Während Franz Kafka heute unbestritten zu den größten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählt, ist Milena Jesenská vorwiegend als „Kafkas Freundin“ bekannt, ihre großartigen Essays und Schriften, ihre Aktivitäten im Widerstand gegen die Nazis, die sie mit dem Tod im KZ Ravensbrück bezahlte, kennen hingegen nur Wenige.

Erstmals werden in diesem Buch Texte von beiden gleichwertig nebeneinandergestellt, zeitlicher Fokus ist der Sommer 1920.

Im Verlag der Provinz erscheint in diesen Tagen das Buch:

Thomas Samhaber (Hg.)

Begegnung an der Grenze

Milena Jesenská und Franz Kafka in Gmünd. Ein Lesebuch mit einem lokalhistorischen Panorama.

190 Seiten, Hardcover ISBN 978-3-99028-959-4

 

EUROPA IN SCHWARZENAU 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit

Weltgeschichte vor der Haustür!

Vor genau 30 Jahren erfolgte die deutsche Wiedervereinigung in unserem Nachbarland, dem heurigen Gast Deutschland. „EUROPA in SCHWARZENAU“ gedenkt nun pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober diesem welthistorischen Ereignis mit einem Vortrag von Dr. Stefan Wolle vom DDR Museum in Berlin und einem anschließenden Zeitzeugengespräch.

In Kooperation mit der Waldviertel Akademie. 3900 Schwarzenau, Kaminstube Zlabinger, 18:00 Uhr. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich: 02849 2271

1989 fiel die Mauer, die die beiden Deutschlands über Jahrzehnte getrennt hatte. Was ein Jahr davor noch denkunmöglich war, passierte schließlich innerhalb nur weniger Wochen. Wie sollte man nun aber die Zukunft gestalten? Was wird aus der DDR? Entsteht nun ein neuer gemeinsamer deutscher Staat? Bleiben zwei Modelle nebeneinander oder nur eines, das westliche? Diese Fragen beschäftigten vor 30 Jahren Menschen und Politik und man wusste, die Weichen, die man nun stellt, werden die Zukunft von Generationen bestimmen.

Dr. Stefan Wolle, wissenschaftlicher Leiter des DDR Museums in Berlin, ist ein herausragender Experte zu diesen Themen und wird am 3. Oktober, genau 30 Jahre nach der offiziellen Besiegelung der Deutschen Einheit, in seinem Vortrag über diese historischen Ereignisse berichten.

Im Anschluss berichten Zeitzeuginnen aus ihrem Leben. Wie war die Kindheit in Ost und West? Welche Träume hatte man? Wie erlebte man die Tage des Mauerfalls und den Prozess der Wiedervereinigung persönlich? Welche Hoffnungen waren damit verknüpft, welche wurden erfüllt und welche nicht?

Thomas Samhaber wird als Moderator gemeinsam mit dem Publikum Gäste aus Deutschland unterschiedlicher Generationen begrüßen, die Einblicke in ihr persönliches Erleben von großer Geschichte ermöglichen.

Die Veranstaltung stellt einen der inhaltlichen Höhepunkte des heurigen Programms von EUROPA in SCHWARZENAU dar und knüpft an den im Sommer so erfolgreich im Autokino gezeigten Film „Ballon“ an.

Stark beschränkte Teilnehmerzahl, Anmeldung erforderlich (02849 2271, zlabinger@gasthaus-kaminstube.at), Sitzplätze werden zugewiesen, Nase-Mund-Schutz nicht vergessen. Die Veranstaltung wird live-im Internet übertragen!! www.europa.in.schwarzenau.at

 

Das Projekt wird im Rahmen des EU Förderprogrammes LEADER finanziell unterstützt.

Infos: Gemeinde Schwarzenau www.schwarzenau.at, 02849 2247

Presse: ILD Temper-Samhaber 0664 150 53 48

„Waldviertel eingekocht“ zeigt: Vorratshaltung ist wieder aktuell!

„Waldviertel eingekocht“ zeigt: Vorratshaltung ist wieder aktuell!

In dem derzeit völlig veränderten Alltag sind viele oft aus der Mode gekommene Fähigkeiten wieder gefragt. So wie das Haltbachmachen von Lebensmitteln. Jetzt können sich die glücklich schätzen, die auf eigene Marmelade, Eingelegtes, Getrocknetes oder Eingerextes zurückgreifen können.

Das Pilotprojekt „Waldviertel eingekocht“ hat schon vor der „gesamtgesellschaftlichen Nachdenkpause“ hier Ansatzpunkte gefunden. Gemeinsames Einkochen, Saftpressen, Schätze der Natur haltbar machen, soll wieder populät emacht werden, jungen und ältern die Gelegenheit zum Wissensautausch gegeben werden, gemeinsam experimentiert und neues ausprobiert werden.

Jetzt können die geplanten und schon weitgehend ausgebuchten Veranstaltungen (wie berichtet) momentan nicht durchgeführt werden und müssen auf den Herbst verschoben werden, aber das Thema bleibt aktuell und so einiges lässt sich auch online machen.

So wird die Kräuterwanderung mit Eunike Grahofer als Video zu erleben sein und die  Kleinregion Waldviertler StadtLand beginnt in Kürze den „waldviertel eingekocht – youtube-Channel“ mit Tipps rund ums Einkochen, an dem sich alle Interessierten auch mit eigenen Videos beteiligen können.

In den letzten Jahrzehnten wurden die im privaten Haushalt hergestellten Lebensmittelprodukte immer mehr von industriell produzierten Waren ersetzt. Säfte, Marmeladen, Gewürze, etc. werden auch in ländlichen Regionen heute fast ausschließlich in den Supermärkten der großen Handelskonzerne gekauft.

Es zeigt sich aber bereits ein deutlicher Gegentrend, regionale Produkte liegen wieder im Trend und das Interesse Lebensmittel wieder selbst herzustellen wird immer größer.

Die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit über 50 ländlich geprägte Ortschaften besitzt hervorragende Voraussetzungen, um in diesem Bereich ein Pilotprojekt umzusetzen, bei welchem der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben wird wieder verstärkt regionale Lebensmittel für den Eigenbedarf zu erzeugen.

Mit dem Pilotprojekt „Das Waldviertel eingekocht“ werden Menschen in der Region im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten zusammenkommen. Dabei können ältere Menschen ihre lebenslange Erfahrung und über Generationen gereiftes Wissen einbringen und an jüngere Menschen weitergeben.

Das Projekt bietet aber auch jungen Menschen aus der Region ein „Experimentierfeld“ an, – wie die Internetforen und Blogs zeigen, ist das kreative Veredeln von Lebensmitteln auch bei der Jugend voll „in“.

Das Angebot ist auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet und schafft eine sozial nachhaltige sinnvolle, attraktive regionale Freizeitbeschäftigung, in der regionales Lernen aktiv stattfindet.

Zu den erwünschten Nebeneffekten zählen die positiven Umweltauswirkungen, die Reduzierung des regionalen Kaufkraftabflusses, und die Stärkung des positiven Images der innovativen und nachhaltigen Kleinregion „Waldviertler StadtLand“.

Weitere Infos und Anmeldung: Thomas Samhaber (Fa. ILD), 0664 150 53 48 sam@ild.cc

Fachexkursion nach Český Krumlov „Eine intakte Altstadt ist ein Schatz, von dem Generationen profitieren!“

Eine Fach-Exkursion führte die Delegation aus Weitra in die weltbekannte UNESCO Stadt an der Moldau. Im Rahmen der von der WERK|STADT|WEITRA initiierten und von ILD Temper-Samhaber organisierten Kooperation der beiden Städte widmete man sich diesmal thematisch dem „Historischen Erbe und der zeitgemäßen Nutzung für einen erfolgreichen Tourismus“. Mit dabei: Bürgermeister Raimund Fuchs, Gemeinderäte aus Weitra, Kulturmanagerin Amelie Zlocher, WERK|STADT|WEITRA Obmann Rainhart Kartusch und Projektleiterin Alex Kuttner. Mit Ivan Slavik vom Regionální Muzeum hatte man einen höchst kompetenten Führer durch die Stadt gefunden.

Voneinander lernen und Zusammenarbeiten steht im Mittelpunkt der Kooperation der beiden Mittelalterstädte Weitra und Český Krumlov. Im Bereich Altstadterhaltung und Renovierung gilt Český Krumlov weltweit als Vorbild.

„Authentizität ist das höchste Ziel beim Umgang mit dem architektonischen Erbe. Krumau hatet das Glück niemals ausgebrannt und in keinem Kriegen zerstört worden zu sein. In den Jahrzehnten des Kommunismus versank die Stadt in die Bedeutungslosigkeit und entging baulichen Veränderungen, heute ist sie ein weltbekanntes Juwel, bei der Renovierung werden die strengsten Richtlinien befolgt. So befindet sich kein einziges Kunststofffenster in den Häusern, für den Verputz dürfen nur Kalk, Sand und Farbpigmente verwendet werden.“ Berichtet Ivan Slavik, der seit den 80er Jahren das Kulturgeschehen der Stadt mitgestaltet, in perfektem Deutsch. Die Stadtgeschichte und die Bedrohungen der Altstadt konnte er am Keramikmodell „seines“ Museums anschaulich darstellen. Nach einer Stadtführung besuchte man den aufwendig renovierten Kloster-Komplex im Stadtzentrum und diskutierte über den Umgang mit der historischen Bausubstanz und dem Spannungsfeld von Denkmalschutz und moderner Nutzung.

Die TeilnehmerInnen erlebten ein inhaltlich intensives Programm mit exklusiven Informationen und Einblicken und durften verdientermaßen im Anschluss auch tschechische Kulinarik (in fester und flüssiger Form) genießen.

In den letzten beiden Jahren haben die beiden Wirtschaftsvereinigungen der Städte, die WERK|STADT|WEITRA und die Tourismusvereinigung (Sdružený cestovního ruchu) aus Český Krumlov ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt und viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit entdeckt. Initiert und begleitet von ILD Temper-Samhaber werden im Rahmen des EU geförderten Kleinprojektes zu verschiedenen Themen Arbeitstreffen und Exkursionen durchgeführt und gemeinsame Maßnahmen umgesetzt.

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Das Waldviertel eingekocht!  Kleinregion startet mit ILD Pilotprojekt

Die Kleinregion Waldviertler StadtLand hat sich für die nächsten beiden Jahren ganz dem Thema des Haltbarmachens von Lebensmitteln verschrieben. Nach sorgfältiger Vorbereitung und Einreichung beim LEADER Förderprogramm freuen sich nun alle beteiligten neun Gemeinden auf den Start des Pilotprojekts „Waldviertel eingekocht“.  Schwerpunkt wird das gemeinsame Nutzen der Naturschätze aus der Region sein. Die Aktivitäten reichen von Marmeladeeinkochen, Gemüse einlegen, Kräuter trocknen oder Saftpress-Events. Das Wissen der älteren Generation und das Interesse der jüngeren sollen dabei wieder zusammenkommen.

„Wir hoffen, dass wir sehr viele Menschen gewinnen, die sich am Projekt beteiligen  und ihr Wissen zur Verfügung stellen. Wir wünschen uns, dass die Bevölkerung dieses innovative Projekt annimmt“,  meint Christian Dogl, Obmann der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

In den letzten Jahrzehnten wurden die im privaten Haushalt hergestellten Lebensmittelprodukte immer mehr von industriell produzierten Waren ersetzt. Säfte, Marmeladen, Gewürze, etc. werden auch in ländlichen Regionen heute fast ausschließlich in den Supermärkten der großen Handelskonzerne gekauft.

Es zeigt sich aber bereits ein deutlicher Gegentrend, regionale Produkte liegen wieder im Trend und das Interesse Lebensmittel wieder selbst herzustellen wird immer größer.

Die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit über 50 ländlich geprägten Ortschaften besitzt hervorragende Voraussetzungen, um in diesem Bereich ein Pilotprojekt umzusetzen, bei welchem der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben wird wieder verstärkt regionale Lebensmittel für den Eigenbedarf zu erzeugen.

Mit dem Pilotprojekt „Das Waldviertel eingekocht“ werden Menschen in der Region im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten zusammenkommen. Dabei können ältere Menschen ihre lebenslange Erfahrung und über Generationen gereiftes Wissen einbringen und an jüngere Menschen weitergeben.

Das Projekt bietet aber auch jungen Menschen aus der Region ein „Experimentierfeld“ an, – wie die Internetforen und Blogs zeigen, ist das kreative Veredeln von Lebensmitteln auch bei der Jugend voll „in“.

Das Angebot ist auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet und schafft eine sozial nachhaltige sinnvolle, attraktive regionale Freizeitbeschäftigung, in der regionales Lernen aktiv stattfindet.

Für die Umsetzung wurde unter der Leitung von  ILD Temper Samhaber als Projektmanager ein hervorragendes Team gefunden, das mit Kleinregionsmanagerin Viktoria Prinz für eine professionelle und erfolgreiche Umsetzung des Projektes sorgen wird. Mit dabei: Sonja Eder für Foto und Video, Anna Helmreich als Grafikerin und die eben mit dem „goldenen Hahn“ ausgezeichnete Agentur blond.communication

Museum im alten Gütermagazin – Groß Gerungs

1870 wurde die Franz-Josefs-Bahn eröffnet. Der dadurch entstandene wirtschaftliche Aufschwung von Orte die an der Bahn lagen zog die Planung verschiedener Abzweiglinien der Schmalspurbahn nach sich.
Von der Stadt Gmünd ausgehend wurden einiger Bahnlinien, nord- wie südwärts, projektiert. Die Nordstrecke war von Gmünd über Litschau nach Neubistritz geplant. Die beiden Südstrecken sollten von Gmünd über Weitra, Groß Gerungs, Rappottenstein, Ottenschlag nach Krems sowie von Gmünd über Weitra, Karlstift nach Freistadt führen.

Die Streckenrevisionen Gmünd – Litschau und Alt- Nagelberg – Heidenreichsten fanden bereits 1896 beziehungsweise 1898 statt.  Am 27.7.1899 wurde die „Niederösterreichische Waldviertlerbahn Aktiengesellschaft“ zum Betrieb der Strecken gegründet.

Am 4.7.1900, nach nicht einmal 15 Monaten Bauzeit, wurde der Planverkehr nach Litschau und Heidenreichstein aufgenommen.

Noch während der Bauzeit der Nördlichen Strecke nahm man mit der Projektierung der südlichen Strecken in Angriff. Am 9.8.1902 wurde die Teilstrecke bis Steinbach/Großpertholz eröffnet und nur sieben Monate später, am 1.3.1903 fuhr man erstmals bis Groß Gerungs.

2016 und 2017 wurde im Schloss Weitra die Große Schau zum Thema DAMPF & DIESEL gezeigt. Teile dieser Ausstellung inkl.  Ergänzungen, wie etwa Ortspezifische Texttafeln werden nun im „Museum im alten Gütermagazin“ am Kopfbahnhof Groß Gerungs gezeigt werden.

ILD setzte dieses Museum um.

INFOS

Kooperation – Spoluprace Wirtschafts- und Tourismusinitiativen Weitra – Český Krumlov

Weitra und Český Krumlov
Zusammenarbeit, nicht nur zur Weihnachtszeit

Die beiden Renaissancestädte Weitra und das unweit davon gelegene weltbekannte Český Krumlov (Krumau) sind historisch eng verbunden und weisen trotz der unterschiedlichen Größe viele Ähnlichkeiten auf.

Beides Städte wurden im Mittelalter planmäßig gegründet und verfügen über ein wunderschönes Ortsbild, Renaissancehäuser prägen den Stadtkern. In beiden Städten gibt es engagierte Personen, die sich um Aktivitäten in der Stadt bemühen und die Altstadt lebendig halten.

In beiden Städten gibt es zum Beispiel eine Vereinigung von Wirtschaftstreibenden die Aktivitäten zur Stadtbelebung und für einen nachhaltigen Tourismus durchführen. Diese Kooperationen – auf der österreichischen Seite die WERK|STADT|WEITRA und die Tourismusvereinigung (sdruženy cestovního ruchu) aus Český Krumlov – haben nun zu einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gefunden. Diese wurde angeregt und wird nun im Rahmen eines EU Klein-Projekts begleitet von Thomas Samhaber und Brigitte Temper-Samhaber von ILD.

„Man kann voneinander lernen“, da sind sich die beiden Sprecherinnen der Kooperation Petra Urbánova und Alexandra Kuttner einig, „trotz der unterschiedlichen Dimension.  Český Krumlov ist ja eine weltbekannte UNESCO Stadt mit boomendem Tourismus“, ergänzt Kuttner.

Aber während Krumau schon fast zuviele Touristen hat und sich vom Tagesbesuch zum nachhaltigen Kulturtourismus verändern möchte, könnte Weitra noch mehr Gäste vertragen und auch stärker von den internationalen Tourismusströmen in Südböhmen profitieren.

Die Themen der Zusammenarbeit sind: gemeinsame Angebote, Zusammenarbeit bei den eigenen Veranstaltungen, zweisprachige Drucksorten, kultureller Austausch und voneinander Lernen, zum Beispiel im Bereich Qualitätstourismus und Altstadtpflege.

Und was die beiden Städte noch verbindet:  sie laden Jahr für Jahr zum Advent- und Weihnachtsmarkt ein, die am 1. Adventwochenende beginnen. In der Moldaustadt dauert dieser aber die ganze Weihnachtszeit und ist täglich bis zum 6. Jänner geöffnet. Es lassen sich also beide Märkte besuchen.

„Kooperation-spoluprace“ ist eine Initiative der WERK|STADT|WEITRA und des Tourismusvereins „sdruženy cestovního ruchu Český Krumlov“ und wird im Rahmen des FMP/KPF AT-CZ 2014-2020 aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung im Programm „INTERREG V-A Rakousko-Česká republika“ gefördert und von der NÖ.Regional. GmbH. kofinanziert.

„Kooperation-spoluprace“ je projektem WERK|STADT|WEITRA a sdruženy cestovního ruchu Český Krumlov a je podporován v rámci projektu FMP/KPF AT-CZ 2014-2020 Evropským fondem pro regionální rozvoj, program „INTERREG V-A Rakousko-Česká republika“ a je spolufinancován vlastními prostředky NÖ.Regional. GmbH.

 

DEINE – MEINE LEBENSWELT Anmeldung zur kostenlosen Teilnahme läuft!

Jugendbegegnungen am 26. and 27. Jänner ´19 in Horn und am 16. and 17. Februar ´19 in Jihlava und Zevlinka

Du bist jung, hast gerne Spaß, bist interessiert an anderen jungen Menschen, offen für Neues und bereit auch über den Tellerrand hinauszublicken..

Dann sind diese beiden Wochenenden das Richtige für dich! Bring deine Freundinnen oder Freunde mit, es sind insgesamt 12 Plätze frei!!

Am Samstag Vormittag treffen Jugendliche (eine kleine Gruppe von ca. 10 Personen) aus der Umgebung von Jihlava und eure Gruppe aus Horn und Umgebung zusammen. Wir starten mit dem Kennenlernen und interessanten Workshops. Unterscheidet sich das Leben von österreichischen und tschechischen Jugendlichen? Eure Gruppe erzählt über eure Aktivitäten. Gemeinsam verbringen wir den Samstag in Horn, mit gutem Essen, Sport und Spiel, einigen Workshops und viel Zeit zum Plaudern! Nach dem Abendprogramm nächtigen unsere tschechischen Gäste hier und am Sonntag Vormittag schließen wir die Workshops bis Mittag mit einem Stadtbummel durch Horn ab.

Einige Wochen später laden uns die tschechischen Jugendlichen nach Jihlava und ins Freizeitzentrum Zevlinka zum Gegenbesuch ein. Ihr werdet mit dem Bus am Samstag Vormittag abgehlt, könnt die tschechische Nachbarregion kennenlernen und genießen, nächtigt im Hotel und kommt mit dem Bus am Sonntag Mittag wieder zurück.

Ziel dieses Projekts ist es, die Nachbarregion und junge Menschen die dort leben, ein bisschen besser kennenzulernen. Insgesamt gibt es sechs Treffen, bei zwei kannst du dabei sein.

Die Abschlussveranstaltung findet voraussichtlich im März 2019 in Slavonice statt.

Moderation und Leitung: ILD Temper-Samhaber KG, Agentur für Regionalentwicklung

Das Projekt „meine – deine Lebenswelt /můj – váš život“ ist ein Projekt des Landesjugendreferat Niederösterreich und des Dům dětí a mládeže Jihlava und wird im Rahmen des Projektes FMP/KPF AT-CZ 2014-2020 durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung, Programm „INTERREG V-A Österreich-Tschechische Republik“ gefördert und durch Eigenmittel der NÖ.Regional.GmbH kofinanziert

LOVE & PEACE

Im Museum Alte Textilfabrik in Weitra
LOVE & PEACE – die Welt trägt Blume – diesem Thema widmet das Museum Alte Textilfabrik eine Sonderausstellung und beleuchtet die Gesellschaft, die Politik und natürlich die Mode der 60er Jahre.

Über großes Interesse und beste Stimmung durften sich Obfrau Brigitte Temper-Samhaber und Vize Petra Zimmermann-Moser im Museum Alte Textilfabrik freuen. Ulrike Vitovec, Leiterin des Museumsmanagement Niederösterreich, lobte den Einsatz des ganzen Teams und strich die Wichtigkeit der Museen in Niederösterreich hervor. Mit der heurigen Sonderausstellung ist das MAT Weitra, das einzige, das sich heuer dem Jubiläumsjahr 1968 widmet.

Sowohl das umgestaltete Textilmuseum als auch die Sonderausstellung zu den 60ern stieß bei den Anwesenden auf Begeisterung und löste Erinnerungen aus, die viel Gesprächstoff ergaben. Das Publikum war sowohl in die Gestaltung der Ausstellung als auch in die Eröffnung aktiv eingebunden. Ein Großteil der Exponate stammt von Personen aus der Region, die ihre persönlichen Schätze aus den 60er Jahren zur Verfügung gestellt haben: das Spektrum reicht vom ersten Kofferradio, Modezeitschriften, Strickanleitungen bis zum frechen Minikleid.

 Bei der Eröffnung fand  sich das Publikum spontan zum Chor zusammen und sang die visionäre Lennon-Hymne „Imagine“.

 Das Jahr „1968“ feiert heuer seinen 50. Geburtstag und steht für eine ganze Generation, für eine Welt im Umbruch, eine Zeit des Aufbruchs. Unter dem Titel: LOVE & PEACE – die Welt trägt Blume – widmet sich das Museum Alte Textilfabrik in Weitra in seiner heurigen Sonderausstellung der Gesellschaft und Mode der 60er Jahre. Zahlreiche Exponate wurden von Menschen aus der Region zur Verfügung gestellt.

„Wir müssen unweigerlich schmunzeln, wenn wir uns die Modezeitschriften der 60er Jahre ansehen. Miniröcke, Strickkleider, bunte Stoffe mit großen Mustern. Vieles kommt uns heute skurril vor, vieles aber erstaunlich aktuell und gegenwärtig“ meint Museumsleiterin Brigitte Temper-Samhaber, die die Ausstellung gestaltet und dafür viele Exponate aus der Bevölkerung erhalten hat.

Die Rebellion einer jungen Generation gegen die biedere Welt der Eltern drückte sich vor 50 Jahren nicht nur in der Musik, sondern auch in der Mode aus. Das MUSEUM ALTE TEXTILFABRIK stellt den Zusammenhang von Gesellschaft und Mode, Lebensstil und Kleidungsstil in einer kleinen, bunten Schau vor.

In der Ausstellung darf man Musik aus der Zeit hören und in Mode-Zeitschriften schmökern. Frau Winkler stellte das Hochzeitskostüm ihrer Mutter zur Verfügung und Frau Ledermüller das Kofferradio, dass sie als Mädchen zur Matura bekommen hat.

Die Dauerausstellung zur Textilgeschichte des Waldviertels konnte heuer auch schon teilweise neugestaltet werden und zeigt sich in neuem Gewand: „Das Textilmuseum ist nach mehreren Jahren Dornröschenschlaf wieder ein lebendiger Ort geworden, wie die steigenden Besucherzahlen und die vielen Aktivitäten zeigen. Die Gemeinde unterstützt es gerne, weil gerade die Textilgeschichte in unserer Region von zentraler Bedeutung ist.“ meint Vizebürgermeisterin Kulturstadträtin Petra Zimmermann-Moser.

Öffnungszeiten: ab 1. Mai 2019; jeden Fr. 13:00-18:00 h; Sa., So und Feiertag: 10:00-18:00 h

Weitere Informationen: 0664 45 59 591